In den letzten Monaten beschäftigte ich mich intensiv mit „König Lear“ von Aribert Reimann für unsere Neuproduktion im Hangar4. Und dabei musste ich oft an die gemeinsame Zeit mit Aribert denken, als wir 2017 „Medea“ an der Komischen Oper Berlin auf die Bühne brachten. Aribert war nicht nur ein großartiger Komponist sondern auch ein bezaubernder Mensch. Und ich verdanke ihm, dass ich heute Opern schreibe. Während unserer Zusammenarbeit an der Komischen Oper zeigte ich Aribert mein Orchesterwerk „Streams“. Er beschäftigte sich intensiv damit, nahm sich viel Zeit und ermutigte mich anschließend nachdrücklich, für Stimmen und vor allem Opern zu schreiben. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich mich geweigert, für Gesang zu komponieren. Da ich seit vielen Jahren an Opernhäusern arbeitet, suchte ich Genres, die möglichst weit vom Musiktheater entfernt sind. Mittlerweile sind neun Jahre vergangen und ich komponierte neben einem Liederzyklus fünf Musiktheaterwerke – und die nächsten zwei sind in Arbeit. Diesen Weg hätte ich ohne Aribert Reimann niemals eingeschlagen. Und dafür bin ich ihm unendlich dankbar. Danke, Aribert!

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